Hier zu Hause

Chronologie 08.2015 – 06.2018

 

Chronologie

21.6.2018
Letztes Jahr kam es im Vorstand des Komitees hierzuhause zu sehr traurigen Veränderungen. Urs Gägauf ist im letzten Juli nach einer Operation verstorben. Und keine sechs Monate später verstarb auch Ronie Bürgin völlig unerwartet. Neben Isabelle Blümlein und Francesca Bürgin engagiert sich neu David Schärer im Vorstand des Vereins.
 
Die Situation der Familie M. ist heute auf sehr tiefem Niveau stabil. Vater Timur findet noch immer keine Arbeit in Tschetschenien, es ist schwer für ihn eine Stelle zu finden. Seit die Rückkehrhilfe ausgelaufen ist, reicht das Geld gerade, um Essen zu kaufen, die Miete zu bezahlen hingegen ist eine grosse Herausforderung. Die Frist für die Mietzinsen gleicht einem Spiessrutenlauf, das Risiko ist gross, die Wohnung zu verlieren. Die wirtschaftlich sinnvollste Lösung wäre es, ein eigenes Haus zu bauen, um mittel- bis langfristig über die Runden zu kommen, doch das Geld hierfür fehlt, erste Priorität hat das nackte Überleben. Hierzuhause versucht, Dank Spenden die Not etwas zu lindern.
 
Besonders die Kinder leiden nach wie vor unter grossem Heimweh nach der Schweiz und vermissen ihre Freundinnen und Freunde sehr.
 
Der Rekurs und das Gesuch sind beim Zürcher Regierungsrat seit über einem Jahr hängig.
 
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9.6.2017
Seit einem Jahr lebt Familie M wieder in Tschetschenien. Ein Land, welches auch nach einem Jahr für die Kinder fremd und bedrohlich ist. Anlässlich unserer regelmässigen Kontakten stellen wir fest, dass die Fröhlichkeit und Unbeschwertheit bei Linda und Marha verschwunden sind. Aus ihnen wurden zwei ernste und traurige Mädchen, denen bewusst ist, dass sie keine Freiheiten mehr haben, ihre Zukunft selbst zu gestalten. Auch ihrem älteren Bruder Anvar ist bewusst, dass er in Tschetschenien keine Zukunftsperspektiven mehr hat, was ihn ausserordentlich belastet. Alle Kinder leiden immer noch unter unerträglichem, alles beherrschendem Heimweh nach Kilchberg und ihren Freunden.
 
Nach wie vor hat der Vater keinerlei Chancen einen Job zu finden, weshalb er versucht, sich im Baugewerbe zu verdingen, was äusserst schwierig ist. Khedi, die Mutter, versucht mit allen Mitteln, unter den sehr schwierigen Bedingungen die Familie durch den Alltag zu bringen.

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21.5.2017
Die finanzielle Rückkehrhilfe für die Familie M läuft aus. Deshalb organisiert die reformierte Kirche Kilchberg am 21. Mai 2017 einen Benefiz-Familiengottesdienst mit Mitschülerinnen und Mitschüler von Marha und Linda. Die Kollekte kommt vollkommen der Familie M zugute.
 
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3.4.2017
Der Anwalt hat die Bestätigung erhalten, dass der Rekurs nun durch den Regierungsrat behandelt wird. Eine Behandlung durch die Ämter der Sicherheitsdirektion sei nicht mehr zulässig, zumal dieses Departement bereits im Rahmen des Gesuchs der Kinder um Aufenthaltsbewilligung eine beratende Funktion gehabt habe.
 
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24.2.2017
Der Anwalt der Familie M reicht bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich gegen den Entscheid des Migrationsamts Rekurs ein.
 
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24.1.2017
Das Migrationsamt des Kantons Zürich lehnt das Gesuchs ab. Die Verantwortlichen haben sich durch den Tagesanzeiger-Artikel zum Leben von Markha und Linda in Tschetschenien offensichtlich genötigt gesehen, Ihren Entscheid gleichentags per Kurier an die Anwaltskanzlei zu liefern und eine knappe Stunde später die breite Öffentlichkeit per Medienmitteilung zum negativen Entscheid zu informieren. Der Anwalt, der zu diesem Zeitpunkt nicht in seiner Kanzlei zugegen war, hierzhause und nicht zuletzt die Familie wurde darum durch die Presse über den negativen Entscheid zum Gesuch informiert.
 
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27.9.2016
Anfang September 2016 hat die Schule in Tschetschenien begonnen. Linda und Marha wurden nach längerem hin und her in einer der zwei Schulen im Ort aufgenommen. Anvar hingegen wurde von den Schulbehörden trotz intensiven Bemühungen seitens der Familie bisher nicht zum Schulunterricht zugelassen. Für die zwei Mädchen wird der Umstand, dass sie kaum russisch sprechen, langsam zur Hypothek. Kaum Russisch und rudimentär Tschetschenisch zu sprechen, macht die Mädchen im Schulbetrieb zu Sonderlingen und Aussenseiterinnen. Weder die Schulleitung und die Lehrerinnen noch die Mitschülerinnen und Mitschüler scheinen an einer Integration der Kinder Interesse zu haben. Aus der Freude zur Schule zu gehen und erfolgreichem Lernen ist ein täglicher Spiessrutenlauf geworden. 
Vor 10 Tagen hat den Anwalt ein Schreiben des Migrationsamtes des Kantons Zürich erreicht. Darin wird in erster Linie bestätigt, dass das Gesuch geprüft wird und zusätzliche, die schulische und soziale Leistung der Kinder betreffende Unterlagen eingefordert.
 
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26.8.2016
Der Anwalt der Familie M reicht ein Gesuch um Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz der Geschwister Anvar, Marha und Linda beim Migrationsamt ein und ersucht zudem den Eltern sowie dem jüngsten Bruder Mansur Familiennachzug zu bewilligen. Es werden die Verfahrensmässigen Anträge gestellt, dass den Geschwistern Anvar, Marha und Linda rechtliches Gehör gewährt wird und die Einreisesperre gegen die Eltern aufgehoben werde, um die älteren drei Kinder zu den Befragungen begleiten zu können. Die Argumentation des Rechtsanwalts beruft sich dabei auf die Konvention über die Rechte der Kinder (KRK), wonach Kinder Menschen mit eigenen Rechten und Persönlichkeit sind und als solche behandelt werden müssen. Das Gesuch bezieht sich im Wesentlichen auf Artikel 12 der KRK, der bestimmt, dass urteilsfähige Kinder «in allen das Kind berührenden Angelegenheiten» persönlich, das heisst unabhängig ihrer Eltern anzuhören sind. In den über vier Jahren diverser Verfahren sind die Kinder der Familie M. von den Behörden kein einziges Mal befragt oder angehört worden.
 
Mit dem Gesuch soll den Kindern ermöglicht werden, an ihren Lebensmittelpunkt zurückzukehren und ihre schulische Laufbahn in der Schweiz durch eine Aufenthaltsbewilligung fortzusetzen.

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09.06.16
Der massive Druck, welche die Behördenvertreter in den letzten 14 Tagen auf die Kirche und auf die Familie ausgeübt hatte, zwang unsere Freunde einer „freiwilligen“ Rückkehr zuzustimmen. Die Eltern wollten unter gar keinen Umständen ihren Kindern eine nochmalige Zwangsausschaffung zumuten und eine damit verbundene Traumatisierung ersparen. Es war für die Familie ebenfalls nicht zu verantworten, dass die Kirche von der Polizei behelligt wird. Die Aussage des Vaters „Lieber sterbe ich in Tschetschenien“ sagt dazu alles.

Unsere Freunde, Linda, Marha, Anvar, Mansur, Khedi und Timur, mussten heute nach Russland bzw. Tschetschenien ausreisen. Für die Kinder ein Land, dessen Sprache und Kultur ihnen fremd ist und aus dem sie zusammen mit Ihren Eltern vor vielen Jahren wegen Folter und Verfolgung des Vaters geflohen sind.

Wir alle sind tieftraurig. Und wir alle sind hoch empört und entsetzt.
Lesen Sie alles in unserem Newsletter und morgen in den Medien
 

30.5.16
Dank der grossartiger Gastfreundschaft der Pfarrerin und dem grossen Engagement der ganzen Kirchgemeinde, kann die Familie im Pfarrhaus der reformierten Kirche Kilchberg im Kirchenasyl leben. Während die Eltern das Pfarrhaus nicht verlassen können, nehmen die Kinder uneingeschränkt am Schulbetrieb teil.   

Trotz mehrmaliger offizieller Richtigstellung durch den Anwalt der Familie, beharren die Migrationsehörden auf den «Untergetaucht»-Status der Familie – und erklären damit ihre Verweigerung auf Ausrichtung der Nothilfe. Gerade das Recht auf Nothilfe steht völkerrechtlich aber allen Notleidenden zu.  Um Essen zu kaufen, sind unsere Freunde deshalb auf Spenden von hierzuhause.ch angewiesen.

Im Rahmen der Pfingstfeierlichkeiten im Bezirk Horgen hat Regierungsrat Mario Fehr in der Kirche Kilchberg gesprochen. Er hat dabei das Kirchenasyl thematisiert, die Rechtsstaatlichkeit betont und den Dialog mit allen beteiligten Personen angeboten. Das Gespräch mit den Vertretern der Kirche und den Behörden wurde dementsprechend leider ohne hierzuhause bereits im Vorfeld der „Himmlischen Tage“ aufgenommen. Wir sind überzeugt, dass der informelle Austausch zwischen hierzuhause und den Behörden von hoher Relevanz und Wichtigkeit ist, um die delikate Situation im Interesse aller Beteiligten gemeinsam zu bewältigen. In diesem Sinne ist hierzuhause bei den Behörden mit der Annahme des Dialogangebots vorstellig geworden. Wir warten nun zuversichtlich auf eine positive Antwort der Behörde, damit der informelle Austausch bald stattfinden kann.
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bis 08.05.16
Gemeinsam mit den Anwälten ist hierzuhause.ch namens der Familie M. mit einer Beschwerde an das CAT (Committee Against Torture) der Vereinten Nationen (UNO) getreten.
Glücklicherweise ohne Erfolg hat das Amt für Migration des Kantons Zürich in den frühen Morgenstunden des 19.04.2016 erneut in zweifelhafter Art und Weise einen Ausschaffungsversuch durchgeführt. Die Reformierte Kirche Kilchberg hat sich darum entschieden, der Familie M. ab sofort Kirchenasyl zu gewähren und sich so dafür einzusetzen, dass die Familie vor der Willkür der Behörde geschützt ist. Lesen Sie alles in unserem Newsletter
 

6.03.16
Rekurs abgelehnt!
Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden und den Rekurs unserer Freunde gegen den Entscheid des SEM abgelehnt. Wir sind zutiefst konsterniert und nehmen den Entscheid irritiert zur Kenntnis.
Wir sind entsprechend dran, zusammen mit der Familie und ihrem Anwalt die Situation und die Konsequenzen zu analysieren und zu beurteilen. Sobald wir näheres wissen, werden wir umgehend informieren.
 

 

8.2.2016
Der papierlose Zustand unserer Freunde wurde endlich im Januar beendet: das Migrationsamt hat Familie M einen neuen Ausweis N ausgestellt, d.h. sie können sich wieder unbeschwerter in der Öffentlichkeit bewegen.
Der Entscheid des Bundesverwaltungsgericht steht nach wie vor aus – ebenso die Antwort bzw. eine Reaktion auf unsere vor Weihnachten eingereichte Aufsichtsbeschwerde.
 

17.12.2015
Für die Familie M steht eine unsichere Weihnachtszeit bevor. Täglich muss damit gerechnet werden, dass der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts eintrifft, dass dieser Bescheid negativ sein könnte und schon Stunden später die Ausschaffung vollzogen wird. Trotz Alltag eine wahrlich bedrohliche und belastende Situation!

Die Anfrage der drei KantonsrätInnen vom September 2015 bzgl. des empörenden Ausschaffungsversuches wurde am 2.12. vom Regierungsrat des Kantons Zürich beantwortet. Die NZZ, welche uns auf die Antwort des Regierungsrat aufmerksam gemacht hatte, stellte fest, dass diese nichtssagend ist. Dem schliessen wir uns an. Offensichtlich haben sich die Verantwortlichen weder die Mühe gemacht, Abklärungen zu treffen noch scheinen sie die Akten studiert zu haben: Link.

Die schon lange angekündigte Aufsichtsbeschwerde wird nach langer Verzögerung am 18.12. zHd. der Sicherheitsdirektions des Kantons Zürich eingereicht. Wir haben in Zusammenarbeit mit Familie M, Anwalt und «augenauf» die Akten zur Ausschaffung sehr genau studiert – im Gegensatz zu anderen. Die Widersprüchlichkeiten, fehlerhafte Darstellungen und inkompetentes Verhalten sind augenscheinlich. Wir sind sehr gespannt darauf, wie sich die Sicherheitsdirektion und das Migrationsamt zu der Aufsichtsbeschwerde verhalten wird. Wir bleiben dran!

Das Schweizer Fernsehen wird in SF Aktuell einen Beitrag zu Familie M, ihrer Situation und zur Aufsichtsbeschwerde ausstrahlen. Der Beitrag wird am Montag, 21.12., 19 Uhr ausgestrahlt. Ebenfalls hat die Zürichsee Zeitung in ihrer Ausgabe vom 14.12. einen sehr umfangreichen Artikel publiziert.
 

09.11.2015
Die Antwort von Frau Sommaruga
Letzte Woche haben wir von unserer Bundespräsidentin Frau Sommaruga Antwort auf die Petition und Briefe erhalten. Sie bestätigt darin den Erhalt zahlreicher Briefe zur Unterstützung der Familie M und verweist auf die Instanzen und insbesondere das Bundesverwaltungsgericht. Frau Sommaruga bittet uns, die UnterstützerInnen und insbesondere die UnterzeichnerInnen der Petition über das Schreiben in Kenntnis zu setzen, was wir hiermit, via Newsletter und Facebook gerne tun. Bitte teilen Sie uns mit, falls Sie ebenfalls ein Antwortschreiben erhalten. Brief von Frau Sommaruga.

Polizeiliche Unterlagen zum Ausschaffungsversuch
Mittlerweile wurden unserem Anwalt die Ausschaffungsprotokolle zugestellt. Nach eingehender Durchsicht und Prüfung der lückenhaften Unterlagen muss festgehalten werden, dass die Protokolle und Rapporte einen äusserst dünnen Informationsgehalt aufweisen. Im Weiteren sind grössere Differenzen zu den Schilderungen der Familie M augenfällig. Wie sich die Faktenlage präsentiert, ist dieser Ausschaffungsversuch geprägt von Willkür,  Fehlinformationen und fehlbarem Verhalten seitens der Behörden. Würden die involvierten Ämter und Beamten die immer wieder zitierte Gewaltentrennung und Regelungen respektieren und anwenden, wäre der Familie M das traumatische Erlebnis eines Ausschaffungsversuchs erspart geblieben.

Momentan erarbeiten wir zusammen mit unserem Anwalt eine Aufsichtsbeschwerde und werden diese spätestens anfangs nächste Woche einreichen. Für das Führen der Aufsichtsbeschwerde sind wir zusätzlich sehr auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen (Neues Spendenkonto: PC 61-248075-2, Hier zuhause, Vermerk: Aufsichtsbeschwerde)

Warten auf Entscheid
Nach wie vor hat das Bundesverwaltungsgericht keinen Entscheid gefällt. Das bange Warten geht weiter. Der vom BVG verfügte Vollzugsstopp gilt weiterhin. In diesem Zusammenhang halten wir fest, dass die Aufsichtsbeschwerde keinen Einfluss auf den BVG-Entscheid haben wird.

Spendenkonto
Die Bürokratie hat uns eingeholt. Von der Post wurden wir aufgefordert, hierzuhause.ch als Verein zu formieren und ein separates Konto einzurichten, statt für die Spenden wie bisher ein bestehendes zu nutzen. Bitte beachten Sie darum, dass wir für Spenden ein neues Konto haben: PC 61-248075-2, Hier zuhause Das bisherige Konto wird per 10.11.2015 aufgehoben.
 

16.10.2015
Im heutigen Beobachter ist ein grosser Artikel über Hier zuhause erschienen. Wir hoffen, dass sich dieser Artikel inspirierend auf viele weitere BürgerInnen-Engagements und Initiativen auswirken wird. Ebenfalls ein grosser Artikel ist am 14.10. im Gemeindeblatt «Kilchberger» erschienen.

Auf die vor bald drei Wochen eingereichte Petition an Frau Sommaruga haben wir bisher keine Reaktion erhalten. Begleitet wurde die Einreichung mit vielen Briefen an die Vorsteherin des EJPD.

Nach wie vor wurde unserem Anwalt keinen Einblick in die Ausschaffungsprotokolle der missglückten Aktion vom 17.9. gewährt. Aufgrund dieser unüblichen Verzögerung muss man sich fragen, was das Migrationsamt und die Kantonspolizei Zürich zu vertuschen haben.

Einmal mehr mussten Anvar, Marha, Linda, Mansur und ihre Eltern die Schulferien mit angsterfülltem Warten verbringen.
 

28.9.2015
Bis zum heutigen Tag ist noch kein Entscheid des BVG zum Rekurs eingetroffen, der Vollzugsstopp ist weiterhin gültig. Wir hoffen, dass die diversen Interventionen auf Behördenebene Wirkung zeigen.
Heute haben wir die AVAAZ-Petition mit 776 Unterschriften Frau Sommaruga eingereicht. Die Petition wird mit einer Briefaktion ebenfalls zuhanden Frau Sommaruga begleitet. Wir haben schon viele Schreiben in Kopie erhalten – wer auch noch einen Brief verfassen und schicken möchte: wir würden uns sehr freuen. Melden Sie sich auf info@hierzuhause.ch. Vielen Dank!
Beim Versand des Newsletters von letzter Woche sind einige Probleme aufgetreten. Sollten Sie keinen Newsletter erhalten haben, mailen Sie uns bitte. Wir werden Ihnen diesen dann sogleich zustellen.
 

Petiton an Frau Sommaruga
Auf AVAAZ läuft noch bis Donnerstag, 24.9. die Petiton zHd. Frau Simonetta Sommaruga. Unser Ziel: mit mind. 750 UnterzeichnerInnen Frau Sommaruga zu bitten, die Wegweisung/Ausschaffung unserer Freunde zu stoppen und ihnen eine humanitäre Aufenthaltsbewilligung zu gewähren. Bitte Unterzeichnen Sie jetzt die Petition! hier
 

21.9.2015
Heute haben wir einen kleinen juristischen Teil-Erfolg erwirkt: Das Bundesverwaltungsgericht hat zuhanden des Migrationsamtes des Kantons Zürich und des Staatssekretariats für Migration eine superprovisorische Massnahme verfügt: Vollzugsstopp. "Der Vollzug der Wegweisung wird per sofort einstweilen ausgesetzt". D.h. wir können davon ausgehen, dass bis zum Entscheid des Rekurses keine weiteren Zwangsmassnahmen vollzogen werden. Unsere Freunde müssen wenigstens in den nächsten Tagen keine Angst vor einer weiteren nächtlichen Ausschaffungs-Aktion haben und können ein Stück weit zur Normalität zurück finden.
 

19.9.2015
Das heutige Fotoshooting war ein grosser Erfolg. Selbstverständlich waren nicht alle, mittlerweile über 2350 UnterstützerInnen anwesend, die vielen TeilnehmerInnen und ihr grosses Engagement haben uns begeistert! Vielen herzlichen Dank! Leider konnten Anvar, Marha, Linda, Mansur und ihre Eltern am Shooting nicht teilnehmen: Aufgrund des skandalösen, gewalttätigen Ausschaffungsversuches sind sie stark traumatisiert und erschüttert und brauchen Ruhe und Erholung. Sie freuen sich aber sehr über die grosse und teilnahmvolle Unterstützung!

Die vom MIgrationsamt initiierte und von der Kantonspolizei Zürich ausgeführte Aktion hat schweizweit grosse Empörung hervorgerufen. Viele Medien berichteten gestern und heute über diesen Auschaffungsversuch. Wir erhalten sehr viel Unterstützung, sei es via Website oder direkten Hilfsangeboten. Wir freuen uns sehr darüber!
 

17.9.2015
Heute morgen, 4 Uhr, drang eine Spezialeinheit der Kantonspolizei Zürich mit 15 (!!!) Beamten in die Wohnung unserer Freunde ein. Mit Gewalt wurden die 4 Kinder und Mutter in die Fahrzeuge verfrachtet und zum Flughafen gebracht. Der Vater – in der psychiatrischen Klinik hospitalisert – wurde in der gleichen Manier aus der Klinik rausgeholt! Am Flughafen wurde – wiederum mit Gewaltanwendung (4 Kinder! das jüngste mit hohem  Fieber!) – versucht, die Familie getrennt in das bereitstehende gecharterte Flugzeug zu schaffen. Zum Glück hat sich die Mutter und Tochter geweigert, so dass auch 4 Beamte es nicht geschafft haben, sie mit zerren, reissen und stossen ins Flugzeug zu schaffen. Die Familie wurde nach dem missglückten Ausschaffungsversuch wieder nach Hause bzw. der Vater in die Klinik gebracht – mit der Drohung, dass die Beamten am Freitag wieder kommen werden.
Wir sind entsetzt und verurteilen aufs Schärfste diesen Ausschaffungsversuch und die Gewaltanwendung gegen Kinder!
Ist DAS der humanitäre Rechtsstaat Schweiz ???
 


Hier fehlen Sie! Samstag, 19.9.15 Schulhaus Dorf, 8802 Kilchberg

Fotoshooting am Samstag, 19. September um 13.30 Uhr
Wir laden Sie herzlich ein, am Samstag, den 19. September, 13.30 Uhr, auf den Platz des Dorfschulhause in KIlchberg zu kommen (https://goo.gl/maps/e78Du), um Ihre Solidarität mit der Familie M zu zeigen.
Wir danken Ihnen herzlichst für Ihre Teilnahme.
 

16.9.2015
Innerhalb einer Woche haben die MitschülerInnen von Linda und Markha über 330 Unterschriften für ihre FreundInnen gesammelt! Dieses Engagement der KInder von Kilchberg finden wir phänomenal! Die vielen Unterschriften begleiten den Rekurs, den wir heute dem BVG einreichen werden. Gleichzeitg werden diese Unterschriften von den Kindern heute Nachmittag dem Gemeindepräsidenten von Kilchberg übergeben.
 

11.9.2015
Vielen Dank an die vielen ParlamentarierInnen, die unsere Freunde und unsere Forderung unterstützen! Auf Initiative von Mattea Meyer, SP, haben sich zahlreiche Kantonsräte als UnterstützerInnen eingetragen. Wir hoffen natürlich, dass viele von ihnen auch an unser Fotoshooting am 19.9. kommen.
 

11.9.2015
Auf eigene Initiative hin lancierten die Freundinnen von Linda und Markha eine Unterschriftensammlung in Kilchberg. Über die erfolgreiche Aktion der Kilchberger Kinder – die noch bis Samstag, 12. September weitergeführt wird – ist am 11.9. dieser Artikel in der ZSZ erschienen
 

05.09.2015
Erschreckt und aufgerüttelt durch den ZSZ-Artikel http://www.zsz.ch/horgen/die-tschetschenische-familie-muss-gehen/story/13245082 haben die SchülerInnen und FreundInnen von Linda und Marha heute eine Unterschriftensammlung in KIlchberg durchgeführt. Die Unterschriften möchten sie dem Anwalt übergeben, so dass er diese dem Rekurs beilegen kann. Wir sind begeistert von dieser Initiative!
 

19.08.2015
Nach erneutem Zusammenbruch aufgrund des SEM-Entscheides musste Timur notfallmässig in eine Klinik eingewiesen werden. Khedi’s Zustand hat es leider ebenfalls erfordert, sich in ambulante Betreuung zu begeben. Das seelische Wohl der Kinder wird von Seiten der Ärzte ebenfalls sehr genau beobachtet.
 

Rekurs als letzte Möglichkeit
Mit dem Anwalt unserer Freunde werden wir selbstverständlich das verbliebene letzte Rechtsmittel anwenden: den Rekurs zuhanden des Bundesverwaltungsgerichtes.
Wir sind mehr denn je auf Ihre Hilfe angewiesen: bitte mailen Sie uns, wenn Sie z.B. zu Gunsten der Familie einen Brief an die Behörden verfassen wollen – wir werden Sie danach umgehend benachrichtigen und Ihnen die notwendigen Informationen zukommen lassen. Nach wie vor können wir aus Sicherheitsgründen auf der Website nicht alle Angaben zur Verfügung stellen.
Vielen herzlichen Dank!
 

16.08.2015
Es ist beschämend, mit welcher Ignoranz das Schweizerische Staatssekretariat für Migration (SEM) Entscheidungen trifft und Realitäten negiert: mit dem zugestellten Entscheid vom 7.8. wurde mitgeteilt, dass das SEM nicht gewillt ist, auf das Wiedererwägungsgesuch einzutreten!
Das Urteil des SEM negiert sämtliche Publizität zu Tschetschenien in den Medien rund um den Globus, stellt die Gefahr einer Bedrohung der Familie in Tschetschenien in Frage und ignoriert die Tragweite einer Rückschaffung für die Kinder. Diese Haltung ist empörend und in keiner Weise der Situation angepasst.
 


 

Familie M ist hier zuhause – holen wir sie heim!

„Warum wurden unsere Freundinnen von der Polizei abgeholt und warum dürfen sie nicht hier bleiben?“ Auf diese Frage unserer Kinder haben wir keine Antwort. Dass eine seit fast 5 Jahre wohnhafte, bestens integrierte und engagierte sechsköpfige Familie aus ihrem Umfeld und ihrer neuen Heimat herausgerissen wurde, ist empörend, unmenschlich und eine Schande für die Schweiz. Dies können und wollen wir nicht hinnehmen! Wir kämpfen für die Rückkehr von Linda (10), Marha (12), Anvar (15), Mansur (3) und ihre Eltern Kehdi und Timur.  
Mit Ihrer Unterstützung und allen rechtlichen Mitteln wollen wir erreichen, dass die Schweizer Behörden diesen zutiefst unmenschlichen und unzumutbaren Wegweisungsentscheid überdenken. Familie M ist hier zuhause – holen wir sie heim! Hier gelangen Sie zum Formular


 

Komitee Hier zuhause, Mythenstrasse 12, 8802 Kilchberg, Unterstützungskonto PC 61-248075-2, Hier zuhause, Kilchberg